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Menssi, das traurige Waisenhäschen

Book Cover: Menssi, das traurige Waisenhäschen
AusgabenPDF (Deutsch): € 4,99
ISBN: 978-1518602511
Pages: 136

Dieses Buch ist auch mit farbigen Illustrationen erhältlich!

Eine Besonderheit dieses Buches ist der Verzicht auf professionelle Illustratoren. Die wunderbaren Bilder wurden von Marah-Noussi Dantse Dantse und Sankara Dantse Dantse, den Kindern des Autors erstellt, als sie fünf, bzw. sieben Jahre alt waren. Dadurch wird wirklich authentisch dargestellt, wie Kinder Dinge bildlich sehen. Jedes Bild ist etwas anderes und macht neugierig.

Menssi ist ein kleines Hasenmädchen, das Papa und Mama verloren hat und deswegen bei den Adoptiveltern Putzi und Hansi und deren Tochter Schnuckiputzi aufwachsen muss. Ihre Adoptivmutter Putzi mag sie aber nicht und lässt sie die ganze Hausarbeit verrichten, weil sie eifersüchtig und neidisch ist. Die gütige Menssi muss die Karotten ernten und am Fluss waschen und weil sie ein gutes und großes Herz hat, teilt sie immer mit den Tieren des Flusses. Dabei weint sie und singt Lieder, in denen sie ihr trauriges Leben erzählt und ihre verstorbenen Eltern vermisst. So lernt sie das große, gefährliche Krokodil Bambata kennen:

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„Warum weinst du, kleines Häschen, und warum singst du immer traurige Lieder, wenn du am Fluss bist?“, fragte das Krokodil, als das Häschen die Karotten wusch.

„Liebes Krokodil, ich bin so einsam, so traurig. Wenn nur meine richtige Mama da wäre! Meine neuen Eltern sagen, ich werde keinen guten Hasenmann zum Heiraten finden“, antwortete Menssi.

„Kleines Häschen Menssi, du bist gut, nett und fleißig. Habe Geduld, denn die Letzten werden die Ersten sein“, tröstete es das große alte Krokodil.

Dieses Buch ist inspiriert von Lukas 14,1.7-14. Und Matthäus 20, 1 – 16, Das Gleichnis von den Arbeitern im Weinberg. Es zeigt Kindern, wie man trotz schwerer Umstände und Schicksalsschläge mit guten Taten, einem gütigen Herzen und dem Glauben an Gott sein Glück finden kann. Den Eltern zeigt das Buch, wie sich Ungerechtigkeit rächt, sodass schließlich sowohl die Ungerechten als auch die Bevorzugten unglücklich werden. Das verwöhnte Häschen Schnuckiputzi und die ungerechte Hasenmutter Putzi sind am Ende die Verliererinnen, während das bescheidene, gütige Häschen Menssi einen Prinzen findet, der sie liebt und glücklich macht, wie das Krokodil versprochen hatte.

Leseprobe

Es gab einmal ein Häschen, das Menssi hieß. Menssi war eine Mischlingshäsin. Ihr Vater Hase Franz kam aus Europa und ihre Mutter Hase Koni aus Afrika. „Wie Bouba, wie Bouba. Sein Papa kommt aus Afrika und seine Mama aus Europa“, bemerkte Hakan. „Ja genau, wie bei Bouba, da hast du Recht. Aber bei Menssi war es anders, der Papa war aus Europa und die Mutter kam aus Afrika“, sagte Bell, der Papa von Bouba und erzählte die Geschichte weiter: Die Eltern von Menssi begegneten sich zum ersten Mal bei einem Treffen, wo alle Hasen der Welt zusammen kamen, um sich kennenzulernen, zu reden, zu spielen und zu feiern. Das Treffen hieß die „Hasenpiade“ und fand alle 5 Jahre statt. Es war ein bisschen wie die Olympiade, die olympischen Spiele für die Menschen. Es gab verschiedene Spiele, wie zum Beispiel wer am meisten Karotten und Löwenzahn isst, welche Gruppe die meisten Löcher buddelt, Versteckspiele in Erdlöchern, Rennen, Turnen.

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Hasen aller Farben waren dabei, schwarze Hasen, weiße, braune, graue und mehrfarbige. Die Wiese war dann immer so schön bunt. Das Treffen ging über mehrere Tage und am letzten Tag war eine große Feier, wo auch andere Tiere, die kein Fleisch aßen, eingeladen waren.

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