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Nicht ohne meinen Mann: Liebes-Schach in Paris

Book Cover: Nicht ohne meinen Mann: Liebes-Schach in Paris
AusgabenPDF (Deutsch): € 5,99
ISBN: 9783946551782
Pages: 196

 Basiert auf wahren Begebenheiten     

Die 38-jährige, sehr schöne Französin Mireille ist Ärztin und sucht ein Hausmädchen. Sie findet die nette, 27-jährige Kamerunerin Ayossi, die ohne Papiere in Frankreich lebt. Da Mireille allein in einem großen, geerbten Haus lebt, kann Ayossi ebenfalls dort wohnen.

Kurze Zeit später lernt Mireille – augenscheinlich zufällig – den Bruder des Hausmädchens kennen, genannt Johnny Walker. Der 29-jährige Kameruner ist seit einigen Monaten in Frankreich, ebenfalls ohne Papiere. Er kommt das Hausmädchen, seine angebliche Schwester, manchmal besuchen. Bei diesen Besuchen kommen sich Johnny und Mireille näher und durch gezielte, sehr subtile, gut studierte Manipulation verlieben sie sich.

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Sie heiraten und alle drei wohnen zusammen. Alles scheint in Ordnung und idyllisch zu sein. Alle sind glücklich. Aber als Mireille ca. zwei Jahre später den beiden Geschwistern überglücklich verkündet, dass sie schwanger ist – vor 10 Jahren sagte ihr ein Arzt, dass sie kein Baby bekommen könne – verliert Ayossi die Kontrolle und greift Johnny wütend an: „Schwangerschaft war nicht geplant, du Betrüger. Du hast mich reingelegt und das werde ich nicht zulassen.“

Erst da erfährt Mireille alles, was dahintersteckt. Ihr Leben kommt ins Straucheln. Doch als Johnny ihr den ganzen Plan gesteht, sich entschuldigt und ihr sagt, dass er sie inzwischen wirklich liebt, mit ihr zusammen sein will und sich über das Kind freut, ändert sich die ganze Situation. Mireille will ihren Mann nun behalten, aber Ayossi will ihn auch, denn sie will nicht akzeptieren, dass sie zwei Jahre umsonst alles ertragen musste, nur um jetzt als Verliererin dazustehen. Sie will unbedingt ihre Papiere haben. Johnny, der inzwischen seine Papiere besitzt, muss sich zwischen Verpflichtung, Versprechen, Abmachung und der Liebe entscheiden, oder aber wieder schauspielern.

Leseprobe

„Warum weinst du Mireille?“, fragte Ayossi, die gerade den Hof fegte. Mireille hatte das Auto im Hof geparkt, stieg aber nicht aus. Sie blieb im Auto sitzen und weinte auf eine komische Art. Sie weinte und lachte gleichzeitig. Ayossi ließ den Besen fallen, ging zu ihr und wiederholte noch einmal ihre Frage.

„Mireille, warum weinst du? Ist was passiert?“

„Ja, etwas ist passiert, Ayossi. Ja, das stimmt, etwas ist passiert“, antwortete Mireille und weinte noch mehr, als sie daran dachte, dass alle gesagt hatten, es wäre unmöglich.

„Was denn, Mireille? Brauchst du Hilfe?“

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„Etwas Schönes, Ayossi. Etwas Wunderbares, etwas, das ich nicht mehr erwartet hatte. Ich bin 40 und alle Ärzte haben gesagt, dass ich es nie schaffen werde. Aber Johnny, dein Bruder, hat mir immer gesagt, dass nichts unumkehrbar ist für den, der glaubt und sich Gott anvertraut. Und jetzt ist es passiert. Warte mal, warte mal kurz. Das muss mein Schatz sein“, sagte sie, als ihr Handy klingelte.

„Er ist doch da. Du hast doch sein Auto draußen gesehen, oder? Er ist vor 45 Minuten gekommen, er ist oben und duscht“, sagte Ayossi kühl, wohl wissend, dass sie gelogen hatte. Johnny war den ganzen Tag dagewesen und hatte mit ihr Sex gehabt.

Trotzdem ging Mireille ans Handy.

„Hallo, Liebling? Ich bin gerade angekommen. Schau mal aus dem Fenster. Du siehst mich.“

„Warum ich weine? Mein Schatz, du hast mir meinen allergrößten Wunsch möglich gemacht. Deswegen weine ich. Ich weine vor Glück…“

Ayossi, die schon ahnte, worum es ging, wollte das Gespräch zwischen Johnny und Mireille nicht hören. Sie entfernte sich schnell und ging zurück in die Küche. Aber Mireille stieg sofort aus dem Auto und folgte ihr ins Haus, während sie weiter mit Johnny telefonierte, ohne ihm die gute Nachricht mitzuteilen.

„Komm schnell runter, ich habe gute Neuigkeiten für dich, Liebling. Du wirst dich so freuen“, rief sie fast durch den Hörer.

Johnny kam nur mit einer Unterhose bekleidet die Treppe runtergerannt und traf sie in der Küche, wo sie sich gerade einen frischen Orangensaft eingoss. Ayossi war mit dem Mülleimer gerade wieder hinausgegangen.

„Welche gute Nachricht willst du mir nicht am Telefon erzählen, Honey?“, fragte Johnny. In Unterhosen sah er fantastisch aus, mit einem Oberkörper à la Ronaldo oder Balotelli.

„Ja, erinnerst du dich daran, wie du mir immer gesagt hast, das Glück gehört dem, der glücklich ist? Erinnerst du dich an deine Äußerungen, dass Gott alles ändern kann? That nothing is permanent in this world? Ja, das stimmt. Heute habe ich erfahren, wie groß der Glaube ist und dass der Glaube das billigste, aber hilfreichste Medikament ist, das wir je gehabt haben!“

„Siehst du, Mireille. Deswegen geht es mir immer gut. Siehst du, jetzt geht es dir gut. Siehst du, wie du strahlst? Wie glücklich du bist? Ja, siehst du, wie es ist, wenn man an sich glaubt und weiß, dass alles gut sein wird? Aber jetzt sag mir endlich was los ist!“, bat Johnny.

In diesem Moment kam Ayossi wieder in die Küche. Sie stellte den Mülleimer unter den Tisch und wollte so schnell wie möglich wieder verschwinden, als sie drei Worte hörte, die sie niederschmetterten.

„ICH BIN SCHWANGER!“, rief Mireille.

Mon miel, ich bin in der sechsten Woche schwanger. Du wirst Papa. Wir bekommen ein Kind“, fügte sie überglücklich hinzu.

„Sicher? Bist du sicher?“, fragte Johnny, der versuchte seine Freude zu zeigen und sich gleichzeitig wegen Ayossi zurückzuhalten.

„Ja, hundertprozentig. Schau mal hier ist das Attest der Frauenärztin. Mon amour, ich bin schwanger!“

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