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Jugendlicher ermordet 14-jährigen Mitschüler in Lünen. Was ist der Grund?

Wenn aus kindlicher Reinheit erwachsene Grausamkeit wird.

 

Wenn aus einem unschuldigen Kind ein grausamer Tyrann wird.

Im Januar dieses Jahres hat sich eine grauenhafte Tat auf einer Gesamtschule in Lünen ereignet. Ein Heranwachsender hat einen Mitschüler in den Tod geprügelt. Dieses Beispiel zeigt, welches Aggressionspotenzial und welche Gewaltbereitschaft bereits in 15-jährigen Jugendlichen schlummern können.

Um solche Taten künftig zu vermeiden, ist die Frage nach der Ursache von großer Bedeutung. Der Grund für die aggressive Grundstimmung liegt oftmals weit in der Kindheit zurück.

Wie wahrscheinlich alle Eltern von Gewalttätern würden auch in diesem Fall die Eltern sagen, dass sie nicht verstehen, wie das passieren konnte und dass sie nicht schuld seien, da sie ihren Kindern niemals Gewalt vorgelebt hätten. Sie hätten ihnen die bestmögliche Kindheit geboten. Auch wenn das zu 100% stimmt, ist die Schuldfrage damit nicht geklärt. Die Gewaltbereitschaft muss zwar nicht von den Eltern kopiert worden sein, aber eine unglückliche Erziehung kann sie durchaus begünstigen. Um Missverständnissen vorzubeugen sollte hier erwähnt werden, dass es hier nicht um Vorwürfe geht, damit ist auch keinem geholfen.

Kinder sehen, merken und fühlen sehr viel. Sie nehmen bereits sehr früh und vor allem sehr intensiv wahr, auch wenn sie nicht viel darüber reden. Dann ist es nur naheliegend, dass positive sowie negative Stimmungen übernommen werden. Wenn Eltern zu lasch oder im Gegenteil zu streng in der Erziehung sind, wird auch das Kind „zu“ viel von irgendeiner Eigenschaft aufweisen. Die Kindheit ist womöglich der prägendste Lebensabschnitt, obwohl man sich daran am wenigsten zu erinnern scheint. Die Kindheit bestimmt, wer wir werden. Heutzutage sind schon sehr früh, in sehr jungem Alter extreme Verhaltensauffälligkeiten an Kindern zu entdecken, die uns schockieren. Zum einen unterschätzen wir Kinder in ihrer Wahrnehmungskraft und Intelligenz, zum anderen geht die moderne antiautoritäre Erziehung nach hinten los. Der zweite Aspekt weist eine komödiantische Ironie auf. Es wird von einer antiautoritären Erziehung gesprochen, doch bringt dieses Modell sehr wahrscheinlich die meisten autoritären und kompromisslosen Tyrannen hervor. Kinder sollten natürlich auch ihre Freiheiten genießen, aber, wie in so vielen Bereichen, in gesunden Maßen, so dass die Mutter oder der Vater noch als Autoritätsinstanz akzeptiert werden und kein Machtkampf entsteht.

Ein gesundes und ausgeglichenes Verhältnis zwischen den Eltern und Kindern wird angestrebt.

Um eine ausgewogene Erziehung zu ermöglichen, sind ausgeglichene Eltern die Voraussetzung, doch auch Eltern waren einmal Kinder und auch ihre Kindheit hat sie geprägt.

Zur Bekämpfung der inneren Dämonen sollte man seine eigene Kindheit analysieren. Möglicherweise findet man Parallelen zur Kindheit der eigenen Sprösslinge. Lerne aus deiner eigenen Erziehung und gib nicht die alten Fehler an die künftigen Generationen weiter! Unterbrich den Teufelskreis!

Wenn du mit dir selbst im reinen bist und diese Zufriedenheit ausstrahlst, werden deine Kinder von diesem Wunschzustand geprägt und es wird ihnen im Erwachsenenalter helfen, glücklich zu sein und helfen, zukünftige Probleme einfacher bewältigen zu können.

Weitere Empfehlungen zur Kindererziehung findest du im Erziehungsratgeber „Aufstand der Kinder“ von Dantse Dantse, Autor und Erfolgscoach, der durch dokumentierte Erfahrungen von Klienten und auch durch seine eigenen Erlebnisse und Nachforschungen zu erstaunlichen Erkenntnissen gelangte.

Dantse wuchs als ältester von über 20 Geschwistern auf, fungierte daher sehr früh als Erzieher und hat selbst seit 23 Jahren Kinder aus unterschiedlichen Beziehungen und Kulturen. Seine besonderen multikulturellen Erfahrungen empfinden viele Menschen als eine große Bereicherung.

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