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Krebs unter uns: Die Gefahr im Schwimmbad

Schwimmbäder können krebserregend sein

Die Nebenprodukte der Wasserdesinfektion im Schwimmbad können nicht nur chronische Krankheiten, sondern auch Krebs hervorrufen.

In Schwimmbädern wird meistens Chlor eingesetzt, um das Wasser, in dem so viele Menschen schwimmen, rein bzw. infektionsfrei zu bekommen. Chlor zersetzt organische Stoffe wie Urin, Schweiß, Speichel, Hautschuppen, Sperma, Schmutz (man trägt viel Schmutz ins Wasser, wenn man barfuß raus und reingeht) im Wasser, aber es entstehen Nebenprodukte, die Krankheiten verursachen können, wie Studien nachweisen. So wird das Wasser gesundheitsschädlich. Dieses chlorierte Wasser kann viele Krankheiten verursachen, zum Teil so gefährliche wie Blasenkrebs, wie man im American Journal of Epidemiology lesen kann. In einem Bericht auf ZEIT Online vom 8. Februar 2011 mit dem Titel „Chlor im Badewasser: Gift im Becken“ wird davor gewarnt, dass das Schwimmbadwasser Asthma verursachen und krebserregend sein könnte. Eine Studie des Städtischen Instituts für medizinische Forschung in Barcelona verdächtigt das stark chlorierte Schwimmbadwasser, gefährliche Krankheiten verursachen zu können. 600 bis 700 verschiedene Substanzen könnten entstehen, wenn Chlor mit organischem Material wie Haaren, Schuppen, Urin reagiere, sagt Manolis Kogevinas, Mitarbeiter dieses Instituts, „eine Reihe von ihnen kann das Erbmaterial verändern und so theoretisch auch Krebs auslösen“, warnt er.

Kogevinas untersuchte gemeinsam mit weiteren Forschern 49 Personen, die 40 Minuten lang im gechlorten Becken eines öffentlichen Schwimmbads geschwommen waren. Alle waren kerngesund. Die Forscher ermittelten vorher und nachher die Konzentration bestimmter Biomarker im Blut, die auf krebserregende Stoffe hinweisen. Das Ergebnis war verblüffend und erschreckend: Die Konzentration von Trihalogenmethanen (sehr giftige und krebserregende Stoffe) war nach dem Schwimmen siebenmal höher als vorher. Die Zahl der Mikrokerne in den Blutzellen stiegen ebenfalls an, was darauf hindeutet, dass erbgutschädigende Mechanismen im Gang gesetzt wurden.

 

Besondere Gefahr für Frauen und Mädchen

Die Schleimhäute des Intimbereichs können besonders leicht Stoffe aufnehmen. Das bedeutet, dass alle diese Giftstoffe im Wasser über den Intimbereich der Frauen in großen und gefährlicher Mengen viel schneller in der Blutbahn landen als zum Beispiel durch die Ernährung. Es ist kaum vorstellbar, welche Konsequenzen diese Tatsache für Frauen hat. Eine reale Gefahr, die tabu bleibt, die weder in der Schule, noch bei Ärzten oder in der Öffentlichkeit thematisiert wird – aber wie man Sex macht, das wird Kindern schon mit 6 Jahren erklärt! Worauf sie dann aber aufpassen müssen, wird gänzlich tabuisiert. Es ist also eine reale Möglichkeit, dass viele Frauen aufgrund solcher Gifte, die sie über ihren Intimbereich aufgenommen haben, an Gebärmutterhalskrebs oder Eierstockkrebs erkranken. Mehr zu diesem Thema in Dantse Dantse neuer Buchreihe „VerKREBSte Generation – Krebs unter uns“, die im November 2017 erscheint.

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