KIGALI

Le procès de l'amour oder Die Liebe auf der Anklagebank

Book Cover: KIGALI
Editions:Paperback (Deutsch): € 18,99
ISBN: 978-3-946551-68-3
Pages: 300

Der Autor Dantse Dantse hat Kigali vor einigen Jahren in Kamerun kennengelernt. Sie erzählte ihm ihre Geschichte und bat ihn, sie aufzuschreiben und zu veröffentlichen.

Die gesamte Handlung des Romans basiert auf ihren Erzählungen und auf den historischen Fakten des Völkermords in Ruanda, von April bis Juli 1994, mit über 1.000.000 Opfern, wird aber fiktiv dargestellt. 

Der Roman startet mit der Berichterstattung über ein Gerichtsverfahren in New York, dem procès de l’amour, bei dem Jessy Mackebrandt angeklagt wird, sieben Menschen getötet zu haben, doch ihr Verteidiger möchte die Jury davon überzeugen, dass die Liebe die Schuldige ist und auf die Anklagebank gehört.
Diesen Prozess hat es nie gegeben, stattdessen sind sowohl die Morde als auch das Verfahren tatsächlich in Kigalis Fantasie entstanden, als sie sich zur Traumabewältigung einer Therapie unterzog. Der Leser weiß das aber nicht und fragt sich während des Lesens des Buches, ob diese Morde und das Verfahren wirklich geschehen sind. Erst ganz am Ende stellt er fest, dass diese Rache nie stattgefunden hat, außer in Kigalis Trance-artigem Traum, und dass diese Fantasie sie von ihren zahlreichen psychischen Problemen heilt und sie von Leid und Schuld befreit, so dass sie nun wieder lieben und ihr Leben glücklich leben kann.

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Der Leser springt nach der Berichterstattung über die Schlussplädoyers des Gerichtsverfahrens erst einmal viele Jahre zurück in die Vergangenheit, in das Jahr 1994 als der Genozid in Ruanda stattfindet. Nun lernt er Kigali kennen, die später Jessy Mackebrandt heißen wird.
Kigali ist erst 11 als sie mit eigenen Augen mit ansehen muss, wie ihre ganze Familie während des Genozids, der am 6. April 1994 beginnt und bis Mitte Juli 1994 andauert, bestialisch umgebracht wird. Kigali selbst wird von einem Freund ihres Vaters gerettet, der sie in seine Heimat nach Brazzaville im Kongo bringt. Aber bald erkennt sie, dass die Hilfe nicht umsonst war. Dort erlebt sie ihren persönlichen Genozid.

Dieser Freund vergeht sich an ihr, missbraucht sie neun Jahre lang und zwingt sie ständig zu Abtreibungen. Traumatisiert vom Mord an ihrer Familie und aus Angst selbst zu sterben, akzeptierte sie diese Verbrechen, indem sie einen Teil ihrer Person in sich abspaltet und eine fremde Persönlichkeit entstehen lässt.

Als sie 20 wird, lernt sie zufällig einen Geschäftsmann namens Nana aus Kamerun kennen und verliebt sich in ihn. Mit seiner Hilfe verlässt sie den Kongo und flüchtet nach Kamerun. Zum ersten Mal in ihrem Leben ist sie glücklich und hat jemanden, der sie wirklich liebt. Alles läuft gut und auch sexuell lebt sie ihre Fantasien mit ihm voll und ganz aus. Da sie aber, wegen der zahlreichen Abtreibungen im Kongo, nicht mehr schwanger werden kann, will Nana sie nicht heiraten.

Obwohl sie sich sehr lieben, trennt sie sich ohne Vorwarnung von ihm und verschwindet ohne eine Nachricht zu hinterlassen mit einem anderen Mann, der sie seit Monaten anbaggert. Dieser Mann ist Deutsch-Franzose, ein guter Freund von Nana. Er wohnt zwar in Paris, ist aber oft geschäftlich in Kamerun. Sie verlieben sich und heiraten sogar bald und er verspricht ihr ein Leben im Himmel in Frankreich. Deswegen immigriert sie fluchtartig mit ihm nach Paris und nimmt den Namen ihres Mannes an. Dabei ändert sie auch ihren Vorname und heißt nun Jessy Mackebrandt.

Sie glaubt wirklich, dass sie in Europa, dem „Paradies“, am Ende ihres Leidenswegs ist.

Aber nur wenige Wochen nach ihrer Ankunft in Paris erlebt sie, was sie sich in keinem Alptraum hätte vorstellen können: die wahre Hölle am eigenen Leib. Ihr Mann ist Zuhälter und sperrt sie kurz nach ihrer Ankunft in Paris in einen Domina-Keller. Dort muss sie prominenten, reichen, mächtigen, aber stets maskierten Männern und Frauen als Sexsklavin dienen und unsägliche Dinge tun. Mithilfe eines Freiers, der Mitleid mit ihr hat und ihr Freund wird, schafft sie es nach vier Jahren zu flüchten, es gelingt ihr dabei sogar, vom Computer ihres Ehemannes wichtige Daten über ihre Peiniger mitzunehmen und so endlich deren Identitäten und Namen zu erfahren.
Sie landet in Deutschland, wo ihr Retter lebt, und unterzieht sich dort nun der Psychotherapie, um ihre Traumata zu bewältigen. In langen Gesprächen mit ihrem Therapeuten erfahren wir weitere Details über ihren bisherigen Leidensweg und besonders über ihr Martyrium in Paris. Ihr Therapeut versucht sie zu überzeugen, ihre Peiniger vor Gericht zu bringen, aber sie schmiedet einen anderen Plan. Selbst ihren Zuhälter-Ehemann will sie nicht verklagen, aus Angst vor seinen Drohungen und weil sie überzeugt ist, dass ihr vor Gericht niemand Glauben schenken würde, weil ihre Peiniger mit ihrer Macht und ihrem Geld Top-Anwälte beschäftigen würden, die sie, Kigali, und ihre Ehre zerstören würden.

Der Leser findet sich nun einige Monate später mit Jessy in New York wieder, wo die meisten ihrer ehemaligen Freier leben. Sie stellt es sehr geschickt an, die sechs Männer und eine Frau einen nach dem anderen kennenzulernen und in sich verliebt zu machen. Briefe und Emails belegen, dass sie nacheinander mit allen eine leidenschaftliche, beinahe suchtartige Affäre hat, bis sie sich alle plötzlich und überraschend umbringen – immer auf die gleiche Weise, mit ähnlichen Abschiedsbriefen und nachdem sie große Summen Geld an ruandische Hilfsorganisationen gespendet haben. Jessy wird schnell verdächtigt, aber außer Indizien gibt es keine Beweise, dass sie etwas mit den Todesfällen zu tun hat. Dennoch wird sie von einem weißen Polizisten verhaftet und von einem schwarzen Staatsanwalt angeklagt. Es gelingt ihr, den besten Star-Anwalt New Yorks für ihre Verteidigung zu gewinnen. Er ist der Sohn ihres Pariser Ehemannes, der zwar seit früher Kindheit keinen Kontakt zu seinem Vater hat, ihn aber als Monster in Erinnerung hat und die Unterstützung Jessys als Rache an ihm sieht.
Während des gesamten Prozesses setzt die Verteidigung auf den Vorwurf des ewigen Rassismus der weißen Behörden gegen die machtlosen und wehrlosen Schwarzen, der weiße Polizist, der Jessy verhaftet hat, soll sie nur wegen ihrer Hautfarbe verfolgt haben und dem schwarzen Staatsanwalt wird von dem Medien vorgeworfen ein „Uncle Tom“ zu sein, der seine schwarze „Schwester“ nicht rettet und damit die schwarze Community verrät. Die Anklage verteidigt sich vehement gegen diese Vorwürfe.

Im Schlussplädoyer aber ändert Star-Anwalt Johnny Mackebrandt Walker dann unerwartet, aber von ihm langfristig und heimlich geplant, seine Strategie:

nicht Jessy sei an den Morden schuld, sondern allein die Liebe, die Liebe habe die Opfer zum Selbstmord getrieben und die Liebe sollte auf der Anklagebank sitzen. Er nennt es le procès de l’amour.

In einem leidenschaftlichen, emotionalen und revolutionären Plädoyer schafft er es, der Liebe die Schuld zu geben und Jessy als Beispiel einer modernen, freien Frau darzustellen, die selbst bestimmt, wie sie lieben will, wann sie lieben will, und ob sie lieben will. So präsentiert er Jessy als den Inbegriff der wahrhaft emanzipierten Frau, das heißt, einer Frau, die zu ihrer Weiblichkeit steht und dadurch stark und selbstbewusst ist und keine dieser Emanzen, die glauben, erfolgreich zu sein, weil sie Männereigenschaften übernehmen, sich aber dennoch keinen Respekt verschaffen können. Sie sind zwar hart, aber nicht stark wie Jessy, die durch ihre Weiblichkeit ihre Freiheit erkämpft hat. Die einzige Schuld, argumentiert ihr Anwalt vor den Geschworenen, die man Jessy vorwerfen kann, ist dass sie sich der Vorstellung von Liebe diesen Menschen nicht beugen wollte, und dass sie nicht so lieben wollte, wie sie es von ihr verlangten.

In Johnny M. Walkers Darstellung von Liebe kann sich jeder von uns wiederkennen und damit erreicht er die Geschworenen emotional, da viele von ihnen schon mit der Liebe wehgetan und verletzt haben, aber nicht akzeptieren würden, dafür bestraft zu werden – also können sie auch Jessy nur freisprechen. 

Nach einem spannenden Live-Fernsehbericht über diese Verhandlung erfahren alle endlich das Urteil der Jury: nicht schuldig! Jessy verlässt als freie Frau das Gerichtsgebäude.
Dieser Sieg vor Gericht ist der erfolgreiche Abschluss ihrer Traumatherapie, sie ist nun von allen ihren psychischen Störungen geheilt. Ihre Rache ist gelungen, und sie kann wieder normal lieben und Liebe empfangen, wie sie in einer Affäre mit ihrem Rechtsanwalt erlebt.

Im letzten Kapitel kehren wir als Leser zurück zu Jessys Therapiesitzungen. Erst hier wird dem Leser klar, dass die gesamte Handlung in New York ihren Fantasien unter Hypnosetherapie entsprungen war. Dank ihres festen Willens glücklich zu werden, hat sie sich unbewusst selbst freigesprochen und sich von Leid und Schmerzen losgesagt. Sie ist nun bereit, ihre alten Lasten in der Vergangenheit zu lassen und ein neues glückliches Leben voller Liebe zu führen, ohne Wut, Zorn und Rachegefühle gegen alle Menschen, die ihr Schmerzen zugefügt haben. Sie kehrt nach Afrika zurück, wo sie heute noch lebt.

Eine atemberaubende, harte Geschichte über den Mut einer gedemütigten Frau, die unmenschlich gelitten hat, die sich aber entscheidet weiterzuleben und gut und glücklich zu leben.

Alle Namen von Personen hier sind rein erfunden oder zufällig ausgewählt.

Achtung: Nicht jeder Mensch kann diese Geschichte ertragen.

WARNUNG:

Das Lesen der Bücher von Dantse Dantse kann deine Augen öffnen, die Ohren sensibilisieren, die Zunge schärfen, dein Herz berühren, dein Leben beeinflussen, deinen Horizont erweitern, deine Sorgen beseitigen, dich gesund machen und erhalten, dein Schicksal verändern und dich glücklich machen.

Du kannst das Buch auch über indayi.de bestellen. Des Weiteren ist es erhältlich bei anderen Online-Buchhändlern, amazon.de und bei deinem lokalen Buchladen um die Ecke.

Excerpt:

... Als Bebe losfahren wollte, sagte der Mann, der „Chief“ genannt wurde, etwas, das alles verändern sollte: „Ja, aber ohne den alten Mann. Ich habe gesagt, den Fahrer mit seiner Tochter und seinem Auto fahren lassen. Und den alten Clown, der im Auto sitzt, nicht. Der bleibt mit uns hier.“

In diesem Moment wusste Baba, dass sein Leben hier zu Ende gehen würde. Es ging ihm nur noch darum, alles zu tun, dass seine Tochter nicht gefährdet wurde. Deswegen stoppte er Bebe, der dabei war, etwas zu dem Mann sagen zu wollen und mit ihm zu verhandeln. „Es lohnt sich nicht, Bebe. Es ist besser, dass du ihn nicht neugieriger machst, um Kigali nicht zu gefährden. Ich wurde verraten. Die Polizisten vorhin wussten es schon, wollten aber ihre Hände nicht schmutzig machen. Bitte bringe Kigali sicher in den Kongo. Pass gut auf sie auf. Nimm sie als deine eigene Tochter auf. Pass gut auf sie auf, lieber Freund.“

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Zu Kigali, die vor Angst schon total nass geworden war und zitterte, als ob draußen -20 Grad seien, sagte er: „Meine Kleine, meine Tochter, Papa hat dich lieb. Ich werde dich immer lieben. Gott wird dich schützen. Höre auf Bebe und mache alles, was er dir sagt. Er ist dein neuer Vater. Wir lieben dich. Vergiss…“, doch er schaffte es nicht mehr, zu Ende zu reden, da die Tür aufging und er brutal herausgezogen wurde. Er wurde auf den Boden geworfen und von vielen Männern mit Füßen getreten. Er hob die Augen und sah den Anführer mit einer Machete in der rechten Hand vor sich stehen. Auf seinem Gesicht konnte man den ganzen Hass sehen. Er spuckte auf ihn, öffnete seine Hose und ließ seinen riesigen, steifen Penis erscheinen und wie im Wahn masturbierte er mit der linken Hand. Er schaute ständig nach Baba und abwechselnd nach Bebe und dem Mädchen.

Baba flehte: „Bitte nicht vor den Augen dieses Mädchens. Bitte, ich bitte euch, lasst sie weiterfahren und dann macht mit mir, was ihr möchtet!“ Der Chief machte weiter und keuchte wie ein Athlet, der gerade 10.000 Meter gelaufen war. „Knie dich, schnell“, befahl er.

Baba ahnte, was er vor hatte und wollte nicht aufstehen. „Mo, worauf wartest du!“, rief der Anführer, der immer schneller masturbierte.

Einer, der sicherlich Mo hieß, stand auf und kam zu ihm. Er kniete sich vor den Chef und nahm das große Ding in seinen Mund. Der Anführer schrie vor Lust. „Du blöder Kerl, nur das kannst du am besten. Einen Menschen umbringen fällt dir schwerer als einen Penis in den Mund zu nehmen? Aber ich muss sagen, du machst es sehr gut. Jeder Hund hat sein Nutzen in dieser gottverdammten Welt. Hey, Mo, du bist zu Recht meine dritte Frau, oh ja, schön weiter“, stöhnte er und dann plötzlich riss er seinen Penis aus Mos Mund und wandte sich zu Baba: „Hast du gesehen, wie das geht? Das musst du tun. Jetzt und sofort. Ich will kommen, man, verstehst du? Ich will in deinen Mund spritzen. Du Schwein. Du hast es verdient und das Mädchen schaut zu. Warum wolltest du fliehen? Du Schwein, du Tutsi-Hure!“

„Ich werde alles machen, was du willst, bitte, aber nicht vor dem kleinen Mädchen meines Freunds. Es ist nicht gut, dass sie das sieht. Wenn sie weg sind, kannst du alles machen, alles, was du willst“, bat er.

„Hahaha, Hahaha, ha, hahaha, dann habe ich eine bessere Idee, du Missgeburt. Du Versager bist schuld daran, wie immer. Dann wird das Mädchen mich befriedigen. Hahaha, hahaha. Mo!“, schrie er laut ...

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Reviews:Xinaxina bei lovelybooks schreibt:

Meisterstück , muss man es lesen

Es gibt Autoren, die tolle Bücher schreiben aber die unbekannt bleiben. Dieses Buch von Dantse Dantse ist ein Meisterstück des Schreibens und der Erzählung. Wie er über die Liebe urteilt ist genial. Das Buch hat mir sehr gut gefallen und dieser Autor muss man sich merken.


Hier findest du das komplette Inhaltsverzeichnis von „KIGALI: Le procès de l’amour oder Die Liebe auf der Anklagebank“

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