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Leseprobe aus „Die verKREBSte Generation – Hilfe, der Wohlstand bringt mich um! Band 6: Krebs unter uns – krebserregende Chemikalien und Gifte in Landwirtschaft, Tierzucht und am Arbeitsplatz“

Hier eine kleine Leseprobe aus Band 6 der verKREBSten Generation!

Gefahr Beruf: Beruflich verursachte Krebserkrankungen

Hunderttausende von Menschen erkranken und sterben in Europa jährlich wegen Krebs, den sie aufgrund ihres Arbeitsplatzes entwickelt haben. Um Grenzwerte festzulegen, die die Arbeiter vor krebserregenden Stoffen schützen sollen, setzen Politiker und die EU meistens auf Studien und Analysen von industrienahen Experten. Von Neutralität kann also keine Rede sein! Dies führt dazu, dass eine schnelle und effektive Bekämpfung von Krebs am Arbeitsplatz nicht vorwärts kommt und die Zahl der Krebserkrankungen weiter steigt.

Krebs durch Arbeit ist eine gerne verheimlichte, verdrängte und heruntergespielte Gefahr, die aber immer größer wird. Tatsächlich erkranken sehr viele Beschäftigte an berufsbedingtem Krebs. Krebserzeugende Stoffe finden sich an vielen Arbeitsplätzen in der Industrie, im Handwerk und in der Landwirtschaft. Allerdings gibt es eine große Differenz zwischen der vermuteten tatsächlichen, leider sehr hohen Zahl beruflich bedingter Krebserkrankungen und den relativ wenigen offiziell anerkannten und veröffentlichten Fällen.

Millionen Arbeiter und Angestellte in Deutschland – von Fabrikarbeitern über Forscher und Ärzte bis zu Handwerkern – sind an ihrem Arbeitsplatz täglich krebserregenden Stoffen ausgesetzt. Zig Tausende von ihnen erkranken an Krebs und sterben daran. Und so ist es in allen Ländern der Welt.

Aber dieses Thema wird immer noch tabuisiert. Viele Arbeiter werden nicht richtig informiert und wissen oft nicht, dass sie krebserregenden Stoffen ausgesetzt sind. Krebs durch Arbeit wird immer noch heruntergespielt und verheimlicht. Das ist meiner Meinung nach so, weil sich die Berufsgenossenschaften und Arbeitsgeber um Entschädigungen drücken wollen.

Jährlich sterben in Deutschland ca. 240.000 Menschen (stand 2014) an Krebserkrankungen. Für die Mehrzahl aller Krebserkrankungen sind äußerliche Einflüsse verantwortlich. Der Anteil beruflich bedingter Krebserkrankungen an allen Krebserkrankungen beträgt „offiziell“ etwa 4-10%. Die Dunkelziffer ist viel höher und könnte sogar nach manchen Analysen bei 90% liegen. Ich habe von einigen Experten 20-30% gehört. Das Problem liegt darin, dass es nicht ganz einfach ist, die Kriterien für eine berufsbedingte Krankheit zu erfüllen. Die Versicherungen und die Industrie haben natürlich ein großes Interesse daran, so wenige Fälle wie möglich als Berufserkrankung anzuerkennen. Deswegen versuchen sie, die Bedingungen für eine Anerkennung so schwierig wie möglich zu gestalten. Mehr als die Hälfte aller Todesfälle durch Berufskrankheiten sind auf Krebserkrankungen zurückzuführen.

Der „offizielle“ Anteil von Krebserkrankungen an anerkannten Berufskrankheiten stieg von 0,7% in 1978 auf 14,7% in 2010 und wie bereits erwähnt: In diese Statistik fließen nur die anerkannten berufsbedingten Krebserkrankungen. Das bedeutet, dass die tatsächlichen Zahlen noch viel höher sein könnten.

Die schwierigen Voraussetzungen, dass eine Krebserkrankung als Berufskrankheit anerkannt wird, führen dazu, dass nur wenige Krebserkrankungen am Arbeitsplatz erfasst werden. Beispiele für diese Voraussetzungen sind:

  • Medizinische Sicherung der Krebserkrankung
  • Nachweis der Kanzerogenität des Gefahrstoffes
  • Gefahrstoff muss über bestimmten Zeitraum am Arbeitsplatz vorhanden gewesen sein
  • Quantitativer Nachweis des kanzerogenen Arbeitsstoffes: Welcher Menge war die erkrankte Person ausgesetzt?
  • Expositionszeit und Latenzzeit müssen den Erfahrungen mit dem vorliegenden Schadstoff entsprechen, ebenso die Art des Krebsleidens
  • Berücksichtigung des Alters des Patienten
  • Synkarzinogenese: Berücksichtigung der Zusammenwirkung weiterer begünstigender beruflicher Faktoren der Krebsentstehung
  • Außerberufliche Faktoren: Rauchen, Alkohol, Ernährung

Viele Chemikalien können krebserregend, aber als solche noch nicht anerkannt sein. Auch die Reaktionen mehrerer verschiedener Chemikalien untereinander können zu Krebs führen, obwohl die einzelnen Stoffe unterhalb der Grenzwerte liegen oder gar nicht krebserregend sind.

Bis 1991 erkrankten die meisten Menschen im Beruf aufgrund von Asbestbelastung, ab 1991 daran, dass sie ionisierender Strahlung, bzw. radioaktiver Strahlung ausgesetzt waren.

…Weiterlesen?    HIER findest du die gesamte Leseprobe.

…und HIER findest du das Inhaltsverzeichnis.

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