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Missbrauch durch die eigene Mutter, dennoch Mittäter sein? – Das Trauma & Dilemma von sexuell missbrauchten Söhnen

Lange hat man beim sexuellen Missbrauch nur auf männliche Täter geschaut und niemand traute sich zu erwägen, dass auch Frauen als Täterinnen in Frage kommen könnten. Es widerspricht dem klassischen Rollenbild in dem der Mann der Täter und die Frau das Opfer ist. Auch in der Familie können diese Rollen vertauscht sein: Die Mutter ist die wichtigste Bezugsperson im Leben eines Kindes, aber zu oft wird diese Verantwortung und Nähe für persönliche sexuelle Zwecke ausgenutzt.
Aus Kuscheln, Schmusen und Streicheln entsteht Lust & Zärtlichkeit, die in den Jungs  ein Dilemma auslösen, denn auch ihnen bereiten die Zärtlichkeiten der Mutter verbotene Lust…

Warum viele Männer heute im Erwachsenenalter psychisch instabil, Burnout anfällig, antriebslos oder depressiv sind, warum sie ständig Migräne, Aggressivität, ein Gefühl des Unglücklich-Seins, Potenzprobleme, Beziehungsunfähigkeit und weitere psychosomatische Krankheiten haben hängt manchmal einfach nur mit verdrängten sexuellen Handlungen der Eltern an ihnen in der Kindheit zusammen.

Dabei können, anders als viel denken, auch Mütter die Täterinnen sein.

Viele Jungen, die von ihrer Mutter oder anderen Frauen sexuell missbraucht wurden, fühlen sich als Mittäter. Sie glauben, dass sie selber schuld sind oder waren. Schließlich haben sie eine Erektion bekommen und diese auch genossen. Sie verleugnen sehr oft einen Missbrauch durch ihre Mutter und sie übernehmen manchmal lieber die Männerrolle und tun so, als würden sie aktiv mitmachen und es auch genießen. Das ist nur ihre Lösung, um das Leiden zu vermeiden, eine Methode, die eigenen Ohnmachtsgefühle zu umgehen oder zu reduzieren. Mit fatalen Folgen im Erwachsenenalter: Viele dieser Männer werden Frauenhasser, Sadisten, gewalttätig.

Die Mutter lässt den Sohn glauben, dass es gut und richtig ist, wenn er erregt ist, da dies bedeutet, dass er es auch will. Doch in dem Alter wissen Kinder nicht, dass eine Erektion ein Reflex ist und automatisch passiert, auch ohne sexuelle Absichten, sie zeigt einfach, dass man gesund ist. Diesen Part lassen die Mütter aus und somit fehlt den Kindern eine richtige und vollständige Aufklärung. Sogar wenn der Junge ejakuliert, redet die Mutter ihm ein, dass man dies nur tun kann, wenn es aus Lust entsteht und einem gut gefällt. Das Kind wächst also mit diesen falschen Vorstellungen auf und sobald es wirklich weiß, dass solche Aktionen mit der Mutter falsch sind, glaubt es, dass es selbst die Schuld trägt, da es immer erregt war. Wäre es nicht erregt gewesen, hätte dies eben nicht dazu geführt. Die Jungs sind verwirrt und tragen diese dunklen Geheimnisse ihr ganzes Leben mit sich. Aus diesen Gründen kommen  Missbrauchsfälle durch Mütter kaum ans Licht und an die Öffentlichkeit.

Da das gesamte Thema sexueller Missbrauch erst durch die Frauenbewegung richtig öffentlich gemacht und denunziert wurde, hat die Gesellschaft gedacht, dass diese Plage nur von Männern ausgeht. Nach dem Motto: Der Mann ist der Missbrauchende und Frauen sind die armen Missbrauchten.

Sexueller Missbrauch an Kindern durch Frauen, speziell durch ihre Mütter, ist auch im Jahr 2018 immer noch ein Tabuthema in unserer Gesellschaft – zum Leid von Tausenden von Opfern.

Würde ein Vater seiner 12-jährigen Tochter an die Brust fassen, würde er sofort als Vergewaltiger dargestellt. Berührt eine Mutter den Penis ihres 12-jährigen Sohnes, würde man das als liebevollen Umgang, als Mutterliebe bezeichnen, dabei haben beide sexuelle Handlungen an Kindern begangen. Das ist die Heuchelei und Verlogenheit der Gesellschaft, die verantwortlich dafür ist, dass Tausende von Menschen ihr Leben lang leiden. Sie wurden sexuell missbraucht, leiden unter den bekannten Symptomen, dürfen aber nicht schreien, nicht weinen, nicht ihre Mütter denunzieren.

Aber diese Zeiten müssen endlich vorbei sein, denn immer mehr Studien belegen, dass Frauen genauso wie Männer Kinder missbrauchen. Tatsächlich melden sich immer mehr Missbrauchte, die behaupten, von ihren Müttern, Tanten, Omas, Schwestern, Freundinnen der Familie oder Babysitterinnen sexuell missbraucht worden zu sein. Lediglich der Umfang und manchmal die Form des sexuellen Missbrauchs scheinen laut Untersuchungen den Unterschied zu machen: Mehr Männer als Frauen missbrauchen, das wird immer gesagt. Aber der Psychologe Alexander Homes, der weltweit über sexuellen Missbrauch an Kindern recherchiert hat, behauptet, der Anteil der weiblichen Täterinnen entspricht der Hälfte aller Missbrauchstäter. Viele andere Quellen sprechen von 10%. Etwas ist sicher: die Dunkelziffer ist sehr hoch, denn es werden nur wenige Fälle öffentlich gemacht und erfasst.

Ein weiterer Unterschied: während Männer eher gewaltsam und mit Drohungen vorgehen, sind Frau subtiler, sanfter, friedlicher und liebevoller. Sie nennen es nicht sexuellen Missbrauch, auch vor sich selbst nicht. Sie wenden kaum körperliche Gewalt an. Sie tarnen ihre Gesten als besondere Fürsorge, als Liebesbeweise für das Kind. Sie manipulieren und kalkulieren ganz hervorragend.

Diese Wahrheiten sind für einige Menschen sehr unangenehm, denn sie wollen es nicht wissen. Sie wollen dieses dunkelste Geheimnis der Familiensexualität nicht aufgeklärt haben und wollen den Glauben an die heile Welt, an die selbstlose Liebe der Mutter und an die sanfte, sexualtrieblose Frau nicht verlieren. Wer davon spricht, dem wird vorgeworfen, Unwahrheiten zu erzählen. Ja, die Gesellschaft will den Mythos nicht zerstören. Den Mythos der sanften Frau, der sexuell passiven Person, der Sex egal ist, die einfach liebt und von Männern unterdrückt wird, die ihren Kindern ihre ganze Liebe schenkt, ohne Wenn und Aber, und sich dabei sogar selbst verliert. Man möchte sich das Bild der guten Mutter bewahren. Das heißt, auch wenn die These der 50% weiblichen Täter wahr wäre,  ließe man diese Wahrheit lieber als Tabu im Keller eingesperrt.

Nein ein Tabu, das die Ursache von so viel Menschenleid ist, darf kein Tabu sein, denn es ist ein Verbrechen, und Verbrechen müssen aufgedeckt werden.

Dantse Dantses Buch „Sündige & Geheime Familiensexualität“ deckt erstaunlich viele Familiensexualitäten und -geheimnisse auf!

Der Autor Dantse Dantse war in seinen Umfragen sehr überrascht, wie viele Jungs in der Kindheit durch ihre weiblichen Verwandten auf liebevolle und sexuelle Weise missbraucht worden waren. Sie wollten es aber nicht wahrnehmen und verdrängten diese Gedanken tief in ihr Innerstes. Im Erwachsenenalter traten dann Probleme auf, mit denen sie zu kämpfen haben. Sie haben aber nie einen Zusammenhang herstellen können oder wollen mit ihrer Kindheit und den sexuellen Übergriffen der Mutter.
Dantse Dantse besuchte mit den Betroffenen ihre Mütter und sprach mit ihnen:  

Die Ergebnisse sind erstaunlich: zwar unterschieden sich die Familien in der Art des sexuellen Missbrauchs, dennoch sind sich alle in einem Punkt sehr ähnlich: er geschah subtil und liebevoll und als Mutterliebe getarnt. Selbst die Mütter verneinten die Anschuldigungen zuerst, weil sie es nicht zugeben wollten, was sie ihren Söhnen angetan hatten. Sie insistierten sehr stark darauf, dass es stets die reine Mutterliebe gewesen sei. Doch die Söhne offenbarten immer wieder, dass sie in vielen Situationen anders gefühlt hatten. Obwohl sie noch so jung gewesen waren, hatten sie ganz klar das Gefühl, dass etwas nicht richtig ist, dass es so etwas mit der eigenen Mutter nicht passieren sollte. Doch sie waren noch zu jung, um es zu verstehen und deswegen haben sie es immer wieder zugelassen und es irgendwann als „richtig“ akzeptiert. Als die Söhne jedoch all die Situationen aufzählten, die sie als „nicht richtig“ eingestuften, sahen es einige Mütter ein und gaben nach langen Diskussionen zu, dass sie ihre Söhne benutzt hatten, um ihren eigenen inneren Sexualtrieb zu befriedigen.

Häufig ist der sexuelle Missbrauch von Frauen an Kindern sehr subtil. Es sind meist Handlungen zur sexuellen Befriedigung, bei denen man keine Straftaten nachweisen kann. Alle Handlungen werden als Mutterliebe und mütterliche Fürsorge dargestellt und werden somit einfach nicht berücksichtigt, dabei berichten viele Opfer von Handlungen, die sie als sexuell empfunden haben, wie:

  • die sexualisierte Körperpflege

Zum Beispiel: Ein Mann, der sich auf eine Anzeige des Autors Dantse Dantse zur Suche nach sexuell Missbrauchten meldete, erinnerte sich, dass seine Mutter sehr gerne seinen Penis wusch. Als er ein kleiner Jung war, war es okay. Aber irgendwann, er denkt, dass er 8 oder 9 war, fragte ihn die Mutter das erste Mal: „Soll ich es so machen, wie Erwachsene es mögen, das ist so gut.“ Dabei schob sie die Vorhaut zurück und streichelte die Eichel. Ab da wusste er, dass das ganze Saubermachen, das sie seit Jahren mit ihm machte, nicht nur der Körperpflege diente.

Ab einem bestimmten Alter des Kindes, sollte es zum Schutz der Kinder den Eltern nicht mehr gestattet sein, die Genitalien ihrer Kindern zu berühren, außer es besteht eine wirkliche Notwendigkeit.

  • Sexualisierte und nicht dem Alter angemessenes Kuscheln, Schmusen, Streicheln, Zärtlichkeit

Der Missbrauch durch Frauen bzw. Mütter fängt immer mit Streicheleinheiten an, doch dann wird es mehr. Die Kinder sind aber zu jung, um zu verstehen, dass es nicht nur Zärtlichkeit von Seiten ihrer Mutter ist, die auch nicht nur Zärtlichkeit empfindet, sondern sexuelle Lust. Manchmal empfinden die Kinder am Anfang alles als angenehm und gleichzeitig abstoßend.

Jede sexuell motivierte Berührung an Kindern ist eine sexuelle Handlung, das bedeutet ein sexueller Missbrauch. Wenn zum Beispiel beim Streicheln und Kuscheln Genitalien, Brust und Busen des Kindes sinnlich berührt werden, wie man es mit seinem Partner tun würden. Manche Berührung an der Brust des Kindes ist okay, wenn das Kind klein ist und man mit ihm spielt oder es ein bisschen kitzelt. Aber ab einem bestimmten Alter, bei Mädchen spätestens mit 8, kann man nicht mehr ohne Grund an ihren Brustwarzen fummeln, ihren Po und die Innenseite ihrer Schenkel streicheln und kratzen, und danach behaupten, es wäre nur Liebe und Zuneigung. Damit ist gemeint, dass ab einem bestimmten Alter (ab 6 oder 8) jedes Streicheln und Schmusen eine sexuelle Handlung ist, die Konsequenzen nach sich ziehen wird, denn genau hier verlaufen die Grenzen zwischen nicht sexualisiertem Kuscheln, Schmusen, Küssen, Streicheln und sexuellem Missbrauch. Und Pädophile profitieren davon, um sich sexuell an Kindern zu befriedigen.

  • Bei der Selbstbefriedigung mit Absicht so laut sein, dass das Kind es mitbekommt. Diese Vorstellung erhöht die Erregung.
  • Sexueller Exhibitionismus und Sexhandlungen vor den Kindern oder so auszuführen, dass die Kinder es aktiv mitbekommen. Z. B. beim Fernsehen mit dem Partner sexuell kuscheln, küssen, sich gegenseitig streicheln, die Hände in die Hose oder unter den Rock stecken und sogar noch dabei stöhnen. Viele Frauen, mit denen Dantse Dantse redete empfanden solches Verhalten ihrer Eltern als sexuelle Misshandlung.

Werden, wie es oft geschieht, sexuelle Missbrauchsfälle mit Frauen als Täterinnen nur als Inzest-Liebe dargestellt, verlieren sie dadurch den Missbrauchscharakter, das bedeutet den Gewaltcharakter. Aber es gibt auch Fälle, in denen Frauen Gewalt benutzen, genau wie Männer, um sich sexuell an Kindern und Jugendlichen zu vergehen.

Frauen gehen nicht weit, um ihre Opfer zu suchen. Sie leben meistens mit den Kindern unter einem Dach. Es sind ihre eigenen oder ihnen anvertraute Kinder, die sie missbrauchen. Opfer von Missbrauch durch Frauen sind Jungs und Mädchen, in der Regel eigene Kinder oder Enkel. Diese Täterinnen können verheiratet sein, sich in einer Beziehung befinden oder auch allein leben.

Die Folgen sexuellen Missbrauchs durch Frauen auf das Leben der betroffenen Jungen und Mädchen sind schwerwiegend, vielleicht sogar schwerwiegender als bei männlichen Tätern. Unter anderem, weil Frauen den Missbrauch als Mutterliebe verkleiden und ihn sehr geheim gehalten, deswegen ist es extrem schwer, dagegen vorzugehen. Als Folge ist es dann sehr schwer für die Opfer, sich therapieren zu lassen.

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