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Vegan 3.0 – Nahrungsergänzungsmittel / 15.10.2020

Nahrungsergänzungsmittel, angereicherte Lebensmittel und die Selbstlüge veganer Ernährung

Veganismus ist im Trend, aber auf der anderen Seite eröffnet sich damit auch ein breiter und lukrativer Markt für Nahrungsergänzungsmittel von fragwürdiger Qualität.

Nahrungsergänzungsmittel gehören absolut nicht zu meinen Grundregeln und Empfehlungen. Diese können eine schlechte und falsche Ernährung nicht unbedingt ausgleichen. Sie sind meist überflüssig, nur in bestimmten Situationen können sie manchmal sinnvoll sein. Denn wer sich ausgewogen ernährt, bekommt alle Nährstoffe, Vitamine und Mineralien, die der Körper braucht.

Das Geschäft um Nahrungsergänzungsmittel

Heute werden Nahrungsergänzungsmittel so dargestellt, als seien sie etwas vollkommen natürliches und gutes. Der einzige Grund dafür ist der Gewinn, den die Wirtschaft mit ihnen erzielt. Es geht um Milliarden, daher auch die massive Werbung und der Hype um diese Produkte. Pro Jahr geben Menschen in Deutschland über eine Milliarde Euro für Vitamine und Mineralstoffe aus. Insbesondere der Bedarf an Eisen, Vitamin B12 und Calcium sei angeblich mit rein pflanzlicher Nahrung schwieriger zu decken. Das stimmt nur, wenn man sich einseitig und nicht abwechslungsreich ernährt, sonst ist auch das kein Problem. Haben wir uns je gefragt, wie Büffel, Kühe, Elefanten das machen? Das sind Tiere, die massenweise Kilos bewegen, aber kein Fleisch essen.

Der große Teil dieser Nahrungsergänzungsmittel wird künstlich hergestellt und hat mit gesunden, natürlichen Vitaminen und Mineralstoffen nichts mehr zu tun

Die meisten Studien, die zeigen, dass diese Mittel ungefährlich für den Menschen sind, stammen von Laboren und Experten, die von der Industrie finanziert werden oder ihnen nahestehen. Die Industrie nutzt sowohl die Angst vor Mangelernährung, die Warnungen vor veganer Ernährung und den Hype um diese Ernährung ohne Tierprodukte. Dadurch können sie einen Markt rund um die Nahrungsergänzungsmittel aufbauen und alle möglichen Produkte herstellen, die sie als „rein natürlich“ bezeichnen. Rein natürlich ist nur die Herkunft bzw. der Name der Produkte – und fertig. Das Endprodukt ist allein durch die Herstellungsprozesse der Nahrungsergänzungsmittel nicht mehr natürlich. Sie bestehen meistens aus synthetisch hergestellten Vitaminen und isolierten Mineralstoffen und Spurenelementen. Künstlich hergestellte Stoffe haben aber nicht die gleiche chemische Struktur wie natürliche und etwas wichtiges kommt hinzu: Alle Mineralstoffe und Vitamine werden in der Natur niemals isoliert produziert oder aufgenommen. Der menschliche Körper ist in der Lage, künstliche Vitamine von natürlichen zu unterscheiden.

Nahrungsergänzungsmittel können dem Körper schaden

Untersuchungen von Nahrungsergänzungsmitteln aus verschiedenen Lebensmitteln haben gezeigt, dass viele Proben mit Schadstoffen versetzt sind. Die meisten sind chemisch verändert und verarbeitet und sind somit auch selbst Chemikalien. Lebensmittel wie die Chlorella sind nicht ohne. Viele Nahrungsergänzungsmittel helfen nicht Mangelerscheinungen zu beseitigen, weil der Körper diese Mittel gar nicht richtig aufnehmen kann, so wie er das mit den rein natürlichen Pendants könnte. Im Gegenteil: Diese hoch-dosierten Präparate schaden der Gesundheit mehr als sie helfen. Deswegen greifen viele vegane Sportler heimlich auf stärkere Produkte und sogar Spritzen zurück. Die meisten haben kaum Zeit, um richtig abwechslungsreich und immer frisch zu essen (der einzige Weg, um auf natürliche Weise Mangelerscheinungen zu entgehen). Sie weichen auf drogenähnliche Mittel aus und spritzen sich. Das bedeutet, das Thema Nahrungsergänzungsmittel wird heruntergespielt, wissend, dass viele dieser Mittel gesundheitsschädlich sind.

Wieso brauche ich dann Nahrungsergänzungsmittel?

Nahrungsergänzungsmittel sind in bestimmten Fällen nützlich, bei bestimmten Krankheiten und bei chronischem Mangel. Dabei ist es sehr wichtig, die Herkunft der Mittel genau zu überprüfen. Aber auch da würde ich nur eine kurzfristige Einnahme empfehlen und den Mangel so schnell wie möglich wieder durch gesunde und ausgewählte Ernährung kompensieren. Mangelerscheinungen entstehen schleichend. Bis eine Mangelerscheinung sichtbar wird, dauert es seine Zeit, denn zuvor werden alle Depotspeicher von Vitaminen, Mineralstoffen und anderen wichtigen Stoffen und Fettzellen im Körper genutzt. Wenn auch dort nicht mehr genug Nährstoffe vorhanden sind, dann kommt es zu einer Unterversorgung und schließlich zu einer Mangelerscheinung.

Symptome einer Mangelerscheinung können sein:

  • Müdigkeit, Schlafstörungen und Antriebslosigkeit
  • Gesteigerter oder stark herabgesetzter Appetit
  • Gedrückte Stimmung
  • Migräne, Kopfschmerzen, Schwindelgefühle
  • Depressionsanfälligkeit
  • Muskelschmerzen, Muskelschwund
  • Übergewicht oder starker Gewichtsverlust
  • Verminderte Ausdauer
  • Haarausfall
  • Hormonelle Störungen
  • Sehstörungen
  • Darmstörungen
  • Ständig blaue Flecken, auch bei kleinstem Druck auf die Haut

 


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