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Sozial abhängige Kinder / Spruch des Tages 17.11.

Überbehütung, Überbemutterung, Grenzenlosigkeit, Fallschirmerziehung

 

Warum Kinder sozial Abhängige werden

 

Die Überbehütung, Überbemutterung, Grundlosigkeit, Vernachlässigung, Verwechslung von Liebe und Sentimentalität von Kindern schadet Kindern, Eltern und der Gesellschaft.

Eltern, die sich überfürsorglich verhalten, schaden ihrem Kind, obwohl sie das Gegenteil wollen.

Überbehütung und Vernachlässigung schaden den Kindern und machen sie auch als Erwachsene unselbständig. Außerdem können sie schwer Selbstvertrauen entwickeln.

Beim Volk der Bamileké in Kamerun sagt ein Sprichwort:

„Zu viel des Guten schadet dem Guten.“

Allgemein kann alles, was zu viel ist, auch wenn es gut ist, am Ende doch schaden. Eltern trauen ihren Kindern immer weniger zu. Kinder müssen Fehler und negative Erfahrungen machen dürfen. Nur aus eigenen Erfahrungen können Kinder Selbstvertrauen aufbauen. Niemals nur aus den Erfahrungen der Eltern.

Heutige Eltern sind viel zu vorsorglich geworden. Sie passen auf alles auf, wollen den Kindern alles ermöglichen und sie verwöhnen.

Wir wollen die Zukunft unserer Kinder fest im Griff haben. Wir sind halt modern. Die modernen, kompetenten Eltern aus der Mittelschicht, die alles können und alles erreichen wollen.

Aus Liebe möchten wir bis ins Detail alles wissen, was die Kinder machen, mit wem sie in der Schulpause ein Wort gewechselt, mit wem sie gelacht, gestritten und gespielt haben.

Die Freunde unserer Kinder werden unsere Freunde, um die Freundschaft noch zu vertiefen und noch mehr Kontrolle über das Kind zu bekommen – selbstverständlich „aus Liebe für und Interesse am Kind“. Wenn die Freunde unserer Kinder uns nicht passen, reden wir mit unseren Kindern so, dass sie die Freundschaft nicht fortführen. Wir informieren uns genauestens über alle Menschen, die mit unseren Kindern zu tun haben. Alle Schul- und Sportaufführungen und alle Freizeitaktivitäten unserer Kinder laufen nur über uns. „Es ist doch klar, dass wir da mitmachen müssen“. Eltern, die das nicht tun, werden als unmodern, asozial, mit niedrigem Niveau abgestempelt. Wir haben Mitleid mit ihnen und ihren Kindern und manchmal bieten wir uns sogar an, ihnen zu zeigen, wie man Kindern die Aufmerksamkeit gibt, die sie brauchen.

Wir geben unseren Kindern mehr Wichtigkeit als sie eigentlich brauchen und nötig haben.

Bei kleinsten Schwierigkeiten sind wir schon da, intervenieren sofort und lassen nicht zu, dass das Kind alleine versucht, selbstständig die Schwierigkeiten zu beseitigen oder gar erst einmal richtig zu erkennen. Alles dreht sich um das Kind. Das ganze Programm geht um das Kind. Was wir essen, trinken, reden, bestimmen nun die Bedürfnisse der Kinder.

Das Wort Schatz ist, wenn wir mit Kindern reden, ständig in unserem Mund. Fällt das Kind zum Beispiel bei einem Fußballspiel auf den Boden, rennen wir sofort auf das Spielfeld: „Oje, mein Schatz, war es schlimm, ja, es hat wehgetan, gell? Ja komm, Liebling, ja, es ist schlimm“ und wir drücken es fest an uns ohne zu wissen, dass wir dabei sind, etwas zu zerquetschen. Ja das Selbstvertrauen des Kindes zu zerquetschen. Wir überbewerten den Wert des Kindes und nehmen so einen großen Einfluss auf die Persönlichkeit der Kinder, die wir schwächen.

Die Wünsche der Kinder sind fast Befehle.

Die Kinder entscheiden über ihre Freizeitaktivitäten und wir Eltern müssen uns jammernd zur Verfügung stellen. Wollen sie in der Woche zum Fußball, zum Basketball, zum Tanzunterricht, zur Musikstunde richten wir unseren Zeitplan danach, auch wenn es für uns zeitlich kaum zu schaffen ist. Aber wir müssen doch unseren Kindern alle Chancen geben, vielleicht wird er morgen ein Messi oder ein Michael Jackson oder Michael Jordan oder ein Michael Schumacher? Ja, die anderen müssen sehen, wie sehr wir uns für die Zukunft unserer Kinder einsetzen. Dass wir dafür den Tag so angespannt planen, dass zu Hause kaum ein richtig entspanntes Familienleben (Beziehungszeit) möglich ist, was für das Kind noch viel wichtiger wäre, übersehen wir.

Kinder werden kapriziös und verlieren allen Respekt vor den Eltern und anderen Erwachsenen und vor sich selbst. Sie wollen etwas und zwar jetzt sofort auf der Stelle und sie bekommen es auch. „Bloß nicht die Nachbarn und Freunde bzw. Eltern der Freunde unserer Kinder denken lassen, dass wir unseren Kindern etwas Materielles nicht kaufen können.“

Die Kinder wissen selbst nicht mehr, was sie wollen und was nicht, was gut für sie ist und was nicht.

Wir sehen Kinder, die jeden Tag einen neuen Freizeitwunsch haben und sich kaum Zeit nehmen, sich auf irgendetwas zu konzentrieren und es zu lernen. Die Kinder haben keine Ausdauer, keine Geduld. Die Freundschaften werden auch gewechselt wie Unterhosen.

Wir lieben unsere Kinder zu sehr und verwechseln dabei Liebe mit Sentimentalität. Sentimentalität ist eine Eigenschaft, die schwach macht. Die Kinder werden fast nur gelobt, auch wenn sie das Lob nicht verdient haben. Manche Eltern betrachten ihre Kinder sogar als Freunde.

Konsequenzen:

Die Kinder sind überfordert, stehen unter Konkurrenzdruck, haben Bindungsschwierigkeiten und -ängste, haben keine gefestigte innere Stabilität, sind ständig unzufrieden, neidisch, eifersüchtig, sind mental labil, haben Schwierigkeiten, sich alleine durchzusetzen, sind unselbständig, kleben an den Eltern. Manche schaffen es hart, aber nicht stark zu sein. Sie sind psychisch instabiler als andere Kinder, sie rasten von jetzt auf gleich völlig aus. Sie sind unruhig, manche werden gewalttätig. Sie schaffen es nicht richtig, sich von den Eltern zu befreien und das verhindert ihre totale Entfaltung. Sie können Probleme mit dem Selbstvertrauen haben und bei ersten Schwierigkeiten fühlen sie sich überfordert, besonders, wenn die Eltern nicht an ihrer Seite stehen. Die Kinder schätzen das Besondere nicht mehr, weil es das Besondere jeden Tag gibt, das führt wiederum zu schnellerer Frustration.


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