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Zehnter Tag – Ein schmerzhafter Tag

Ein schmerzhafter Tag für Larissa. Lies hier mehr:

Zehnter Tag, Montag, 09.02.2015.

6 Uhr Wecker klingelt. Ich bin sofort wach, fühle mich gut, motiviert, bleibe noch etwas liegen.

6.27 Uhr aufstehen. Tee machen. Ich mag Earl Grey.

Laut Wochenplan sollte ich heute Morgen Fotografie machen. Doch gestern Abend, nach dem Vorfall, habe ich beschlossen, zuerst die Verhaltenskodexe zu machen. Das ist ok und sogar richtig, denn Coaching geht vor.

7.50 Uhr ich muss seit einer halben Stunde aufs Klo. Ich gehe. Alles normal. Kein Durchfall, keine Verstopfung. Meine Vagina brennt und juckt. Ich bin mir sicher: Ich habe einen Pilz. Mist. Solange ich meine Tage habe, kann ich den nicht einmal behandeln.

Habe leichte Bauchschmerzen. Aber nur ganz leicht.

8.04 Uhr ich denke an Brice.

9.28 Uhr Verhaltenskodex abgesendet. Ich habe Hunger, mein Magen knurrt. Aber ich will jetzt nichts essen.

Nein, ich gehe jetzt duschen.

10.09 Uhr fertig geduscht. Habe Bauchschmerzen. Ich denke an Tipps von meinem Therapeuten. Irgendwas Wichtiges fiel mir gerade ein. Bald sind die Schermerzen ganz weg. Das ist magisch. Ich müsste ihn auch informieren, dass ich den Pilz habe. Er hat sicher eine Lösung parat. Aber ich will ihn nicht stören. Das schaffe ich auch allein.

Ein Mann schreibt eine E-Mail, die mich wütend macht, mir Druck macht. Ich muss das jetzt sofort behandeln.

10.49 Uhr ich gehe jetzt in die Apotheke und einkaufen. Hoffe, dass die mir in der Apotheke einen Tipp geben können, wie ich das trotz Periode machen kann. Es brennt inzwischen wie Feuer. Warum habe ich am Freitagabend keine Spülung gemacht???? Weil ich es vergessen habe. Ja, ich habe einfach nicht daran gedacht. Und weil ich noch keinen Verhaltenskodex habe. Dann würde ich daran denken.

11 Uhr ich bin schon angezogen und vor der Tür, dann entscheide ich mich anders. Ich bin müde, habe Hunger. Und für all das, was ich in der Stadt zu tun habe, brauche ich ca. 1,5 Stunden. Und das mit juckender Vagina. Ich beschließe, jetzt Pause zu machen und dann zu gehen. Dann bin ich entspannter.

Eine Sache mache ich jetzt doch sofort. Ich gehe in die Apotheke. Wie vermutet, kann man aktuell nicht viel machen. Das Medikament habe ich trotzdem gekauft, cremen geht.

11.47 Uhr fertig mit Essen. Zwei Teller Suppe, zwei kleine Äpfel.

Ich liege im Bett, jetzt Mittagsschlaf. Fühle mich gar nicht wohl. Alles tut weh und juckt und brennt und ich muss ständig aufs Klo. Es ist ein schmerzhafter Tag

Wenn ich meine Tage habe spielt meine Verdauung verrückt, wenn ich mich nicht ernähre, wie ich es im Coaching gelernt habe. Aber ich habe mehr Lust auf Lebensmittel, die ungesund sind. Ich handle manchmal wie eine Selbstmörderin.

Besonders aufmerksam heute sein, damit ich oben bleibe. Höchster Absturz-Alarm!

Habe geruht, so gut es ging.

Alles Kopfsache. Scheiße, ich glaub, ich krieg ein Kind.

Ich muss mich jetzt bewegen, das bringt alles nichts. Und Ablenkung.

12.20 Uhr ich stehe auf. Schon wieder aufs Klo. Dieser Druck auf den Darm ist echt unangenehm.

Ich gehe zum Auto. Dann überlege ich, ob ich laufe, in die Stadt. Doch ich denke dann, dass die Schuhe dafür nicht optimal sind und ich ja auch Dinge einkaufen will, die ich dann schleppen müsste.

Ich fahre los und nach kurzer Zeit überlege ich, ob ich wieder umkehre, um das Auto abzustellen und zu laufen. Es juckt höllisch und tut weh.

Ich probiere es mit „Es geht mir gut, morgen ist alles weg, das ist ganz normal, ich bin entspannt, ich akzeptiere wie es ist“ usw. Es hilft ein wenig.

Zuerst gehe ich ins Café. Ich will dann erst ein wenig bummeln. Und irgendwie ist mir ein bisschen übel.

Ich gehe in den C&A. Nach zwei Minuten möchte ich mich irgendwo hinsetzen. Ich gehe raus, mir ist schlecht. Ich laufe weiter. In Zeitlupe, gaaanz entspannt.

Ich gehe zur Bank, das restliche Geld abheben, das noch da ist.

Immer wieder denke ich: „ich gehe spazieren, weil es das einzige ist, was ich im Moment tun kann“. Dann überschreibe ich das und sage „Ich gehe spazieren, weil es mir guttut“.

Dann habe ich auch das Gefühl, dass ich Hunger habe. Aber ich bin mir nicht sicher, wegen der Schmerzen und Übelkeit. Lust zu essen habe ich jedenfalls nicht.

Ich reiße mich weiter zusammen und gehe zum Netto. Es gibt nicht den Fisch, den ich will. Ich kaufe Orangen und eine Dose Thunfisch. Vielleicht habe ich heute Abend sowieso keinen Appetit.

Beim Bezahlen muss ich mich fast übergeben. Ich packe meine Sachen und gehe schnell raus.

Ich laufe zum Auto, langsam. Schnell geht nicht. Bin echt im Eimer. Ich war lange nicht so froh, mich setzen zu können.

 


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