Roulette Khmer von Carl Isangard

Tanz der langen Stunden einer kambodschanischen Rachegöttin inmitten eines makabren Kammerspiels

Book Cover: Roulette Khmer von Carl Isangard

Roulette Khmer

 

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Die Sequenz im Prolog dokumentiert die steinzeitkommunistische Hölle der Roten Khmer in einem Dorflager und wie die kleine Shanra ein böses Erwachen erlebt,

 

nachdem man ihre Eltern wie Schlachtvieh in einen Lastwagen gepfercht hat, um sie in eines der zahlreichen grauenvollen Arbeitslager zu verschleppen.

 

Es ist eine Deportation ohne Wiederkehr.

 

Der erste Teil beschreibt in verschiedenen ineinander verknüpften Episoden
die gegenwärtige Lebenssituation der inzwischen erwachsenen Shanra, die
als Prostituierte in den Bars von Phnom Penh anschafft

sowie die folgenschweren Begegnungen zwischen drei aus unterschiedlichen
Gesellschaftsschichten stammenden westlichen Sextouristen, Halunken,
parasitären Menschenrechtlern.

Diese äußerst lästigen Ausländer empfinden nicht nur Verachtung und Feindseligkeit gegeneinander, sondern auch
gegenüber der einheimischen Bevölkerung, deren Kultur, vor allem gegenüber den Frauen Kambodschas.

 

Der zweite Teil erzählt ausführlich über den beruflichen Werdegang des Ex-UNTAC Blauhelmsoldaten und Brokers Victor, beleuchtet seine dunkle
Vergangenheit, schildert anschließend das tragische Ereignis von Shanras ersten Besuch im Tuol Sleng Museum, wo sie eine entsetzliche Entdeckung
macht

im Zusammenhang mit der früheren Schreckensherrschaft der Khmer Rouge.

 

Außerdem bietet eines der Kapitel vielschichtige, intime Einblicke in
ihre Biografie; wie sie sich zum Beispiel mittels intensiven Selbststudiums zu
einer gebildeten Frau entwickelt hat.

Die "blauen Khmer" symbolisieren für Shanra die roten Terrorbrigaden und zugleich die zu anfangs der 1990er Jahre in Kambodscha stationierten Blauhelmsoldaten, die ihre Heimat mit Aids verseuchten.

 

Einer von ihnen war Victor, der eine wesentliche Mitschuld am Tod ihrer Schwester trägt, und der schlussendlich selbst einem teuflischen kambodschanischen Roulette zum Opfer fällt; Shanras gnadenlose Rache, auch auf Geheiß der Seele ihrer verstorbenen Schwester.

 

 

Über den Autor:

Carl Isangard wurde als Sohn einer deutschen Profitänzerin 1957 in Luzern geboren. Er erlernte den Beruf des Kellners, absolvierte in Zürich eine klassische Gesangsausbildung, war jahrelang Fabrikarbeiter und später in einem Großkonzern als Portier angestellt, wo er intensiv mit dem Schreiben begann. Eines Tages wanderte er nach Thailand aus und versuchte dort zusammen mit seiner damaligen, einheimischen Frau eine Existenz zu gründen. Nach Anbruch der Asienkrise kehrte er allein und völlig abgebrannt wieder in die Schweiz zurück. Seit 1998 ist er vorwiegend als Consulter tätig.
Längere Aufenthalte in den USA (er trat in Las Vegas in ei-nem Casino gelegentlich als Sänger auf), Brasilien, Thailand, Hongkong, Kambodscha und Vietnam dienten dem Autor als Inspiration für seine Short Storys, Satiren, Novellen und Romane.

Ende der 1980er Jahre wurde seine erste Satire in einer Provinzzeitung veröffentlicht. Später folgten diverse Artikel in verschiedenen Regionalzeitungen sowie zwei Beiträge für die Horror Story der Woche in der John Sinclair Serie, dann Prosatexte in satirischer Form. Ende der 1990er Jahre meh-rere Tatsachenberichte in der Gazette „Gasseziitig Lozärn“.
2013 der Erzählband „Brauerei Bizarro – Storys und Satiren über Freaks & Furien“ und 2017 der Abenteuerroman „Pri-vate Stripper – Die bizarre Story eines Dirty Dancers der 1980er und 1990er Jahre“; beide bei edition winterwork.
Vom Januar 2016 bis Mai 2018 alle vierzehn Tage Publikationen der Fortsetzung seines Tatsachenromans „Ausgewandert und abgebrannt – Rückkehr in die helvetische Kälte“ im deutsch-thailändischen Presseorgan wochenblitz.com unter dem Pseudonym Carl Gemser.

Diese Stichworte gehören zum Buch: Koreakrieg, Rote Khmer, Genozid, Angkor, Phnom Penh, Killing Fields, Schreckensherrschaft, Thailand, Khmer Rouge, postkolonialismus, Vietnamkrieg, Südostasien, Prostitution
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