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Die Werkzeuge des Vampirs / Spruch des Tages 16. Juli 2020

Die Werkzeuge des Vampirs

Die Werkzeuge des Vampirs – Ein Ausschnitt (Mehr im Buch):

Jetzt ist das Opfer frei: eine lange Odyssee hat es hinter sich.

Meistens ist es angeschlagen aber die Frische des Lebens strömt schon wieder herein. Das Leben kommt sogar mit gestauter Energie.

Das Opfer kann jetzt Bäume ausreißen und ist weiser geworden.

Seine Augen erblicken das Licht und es genießt die Weite.

Ein Dauerlächeln schmückt sein Gesicht.

Es fängt sogar an Sport zu treiben und wird attraktiver, es hat Pläne.

Es ist ein mitfühlender Mensch geworden.

Aber es sollte trotzdem sehr achtsam bleiben und sich Zeit nehmen sich zu erinnern und besonders die Fallen zu erkennen, in die er immer wieder tappen kann, denn der Vampir schläft nie.

 

Verwöhnung

Die unaufgeforderte und meist unangepasste Zuwendung materieller und emotioneller Art.

Nie intellektuell oder gar spirituell oder sportlich oder sozial!

Verwahrlosung würde sehr schnell auffallen in einer Welt, in der Wohlstand herrscht.

Äußere Verwahrlosung ist riskant.

Alles Äußerliche muss stimmen, zumal, dass es auch nicht mehr so ein großer Aufwand ist.

Der Überfluss ist da.

Sein Kind optisch zu verwahrlosen ist eher schwierig geworden.

Dass die Verwöhnung auch eine Form von Verwahrlosung ist, sollte uns klar sein.

Das Opfer wird nicht geliebt und deswegen übermäßig mit Sachen, oder kopflastig und programmatisch, mit Emotionen bombardiert.

 

Hamsterrad und Tempo

Der Vampir ist selbst in einem Hamsterrad mit seinem Opfer, aber dieses tritt für ihn, denn als graue Eminenz muss er die nächsten 6 Schritte im Voraus planen.

Das Opfer hat keine Zeit sich über ein Geschenk zu freuen, denn da ist schon ein anderes, viel größeres Geschenk.

Es hat keine Zeit sich auszuruhen, denn es muss die ganze Welt sehen.

Er muss alle Spielzeuge haben, sie muss alle neuen Kleider und Schmuck haben.

Er soll viel essen, auch wenn er es nicht braucht: keine Ruhe.

Ständige Aufruhr, auch im Urlaub.

Alles muss getaktet werden. Damit nicht immer die Gefahr lauert, sich zu verspäten.

An Weihnachten wird schon an Ostern gedacht.

Geht das Kind zur Schule? Dann bitte nicht 3 Hobbies dazu packen.

Gibt es essen? Dann das Kind nicht mit einer riesigen Auswahl belästigen.

 

Für den Vampir ist dies ein Spiel und er blüht auf in der Zeitknappheit:

Das ist eine Mutter, die 3 Kinder zu 3 verschiedene Hobbies chauffiert, ein Chef, der seinen Angestellten immer neue Aufgaben auferlegt und nicht wartet, bis eine Arbeit beendet wurde.

Ein Vater, der dem Kind schon im Voraus das Leben plant und aus ihm einen Frührentner macht, bevor er das Haus verlassen hat:

Vampirismus braucht Hektik!

Der Vampir weiß genau, dass Muße, Ruhe und Entspannung die Intuition ins Bewusstsein bringen würde.

 

Freiheit, Gleichheit und andere Menschenrechte

Der Vampir spricht oft von Freiheit, und zwar von bedingungsloser Freiheit!

Der Vampir ist ein Idealist des Guten, aber ein Pragmatiker des Bösen.

Wenn es um gute Sachen geht, wie Freiheit, bleibt er nur auf dem Gebiet des Imaginären und kann somit in der Fantasie des Opfers ein surreales Bild von dem Wort entstehen lassen, worin die Ansprüche zusammenhanglos und ohne Differenzierung dem Opfer indoktriniert werden.

Zweck dieses Manövers ist es, das Opfer passiv und anspruchslos zu bekommen.

Ein Mensch, dem viel Freiheit, die ja ein Gut ist das erworben wurde, ohne Bedingung und ohne Vorbereitung als Bestandteil seines Lebens versprochen wurde, kann niemals wirklich frei sein, oder besser gesagt, kann niemals freier sein, als der Gönner dieser Freiheit es ihm erteilen möchte.

Und diese Freiheitsfantasie bewirkt, dass er, sobald er mit den Zwängen und Mechanismen der Gesellschaft in Berührung kommt, spätestens in der Schule, unweigerlich anecken wird und sich seine Freiheit stets auf Kosten anderer holen wird.

Menschenwürde ist nicht nur ein Recht, sondern es ist vor allem eine Tugend die ständig geübt werden muss, damit wir Menschen nicht unseren niederen Instinkten erliegen.

Wenn wir nur unsere Geschichtsbücher öffnen, oder den Fernseher einschalten, sehen wir, dass diese Begriffe alles andere als Selbstverständlichkeiten sind.

 

Unterforderung

Früher konnte man in der westlichen Welt den Vampirismus leicht daran erkennen, dass die Menschen überfordert wurden, aber heute ist das Gegenteil der Fall, was schwerer zu erkennen ist: Unterforderung.

Unterforderung ist die Kette an den Füßen des Opfers.

Sein Weg wird fremdbestimmt und er kann wenig seelischen Vorrat tragen, weil sein Rücken schwach ist.

Haut das Opfer aus seiner Zuchtanlage ab, so kommt es ziemlich sicher bald reuig zurück, entgegen seinem Vorsatz, sich nicht kleinkriegen zu lassen und für seine Rechte zu kämpfen.

Ein sehr unterhaltsames Spiel mit unendlicher Spielzeit!

 

Ideologischer Relativismus

Zusammenhänge zerschlagen und Bezugspunkte eliminieren.

Damit wird dem Opfer die Fähigkeit des logischen Denkens beraubt.

Wenn alles relativ ist, dann kann man sich auch nicht vernünftig auf seine Wahrnehmung verlassen.

Dann kann man auch nichts Absolutes erkennen.

Dann ist Liebe ein Wort, das man vielseitig definieren kann.

Und dann gibt es auch keine Wahrheit, keine Objektivität: Alles ist subjektiv und bedingungsabhängig.

Es gibt keine endgültige Definition für irgendwas.

Alles ist subjektiv, so kann das Opfer schon sein Leid verspüren, aber nicht in der Lage sein, objektiv zu sehen woher es kommt.

So können Eltern ihre Kinder vernachlässigen und es als Ermutigung zur Selbständigkeit tarnen.

Oder ein Mensch demütigt den anderen und lässt es den anderen als Prüfung sehen.

Dem Opfer wird diese Denkweise gefallen, denn er sieht sich damit auch entlastet und verspricht sich dadurch Erleichterung von moralischen und ethischen Verpflichtungen, besonders im zwischenmenschlichen Bereich.

Besonders für junge Menschen, die noch in ihrer vollen Entwicklung stecken, ist der Subjektivismus ein Gift für deren Geist.

Damit lässt sich keine Gewissheit erlangen, auch im intellektuellen Bereich: das ist meistens die Quelle von Lernschwierigkeiten in der Schule.

Wenn Begriffe nicht objektiv zu definieren sind, verlieren sie auch ihren Daseinsgrund und das Gehirn, das auf Objektivität ausgerichtet ist, bekommt einen Schaden.


Das Buch „Morderner Vampirismus“ von Chouatat Dantse Rostand

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Als eBook und Taschenbuch erhältlich.

 

Das indayi-Team wünscht einen schönen Donnerstag.

Passt immer gut auf euch auf 🙂


WARNUNG:

Das Lesen der Bücher von Chouatat Dantse Rostand kann deine Augen öffnen, die Ohren sensibilisieren, die Zunge schärfen, dein Herz berühren, dein Leben beeinflussen, deinen Horizont erweitern, deine Sorgen beseitigen, dich gesund machen und erhalten, dein Schicksal verändern und dich glücklich machen.